
Die Kunst nicht zu demotivieren!
Warum Seminare über Mitarbeitermotivation und Anwendung von Coaching-Methoden allein nicht helfen, eine gute Führungskraft zu sein.
Dein Terminkalender ist randvoll und du weißt zeitweise nicht, wo dir der Kopf steht. Du möchtest all deine Herausforderungen bewältigen und hast dafür ein gutes Team, das dich dabei unterstützen kann. Vielleicht bist du neu in der Führungsrolle oder hast ein neues Team übernommen. Du bist gut vorbereitet, hast Seminare über Mitarbeitermotivation wahrgenommen und womöglich auch Coaching Methoden erlernt. Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen, oder?
Mein Team „läuft“ von allein
In meiner Berufspraxis erlebe ich immer wieder, dass viele Führungskräfte glauben, ihre Abteilung liefe „wie von selbst“. Sie unterschätzen die Aufgabe der „Führung“. Tatsächlich höre ich Aussagen wie „Ich habe so viel auf dem Zettel und meine Mitarbeitenden wissen ja, was sie zu tun haben.“
Auf meine Rückfrage, wie viel Zeit sie für Führungsaufgaben aufwenden, höre ich nicht selten, dass sie ca. 10 Prozent ihrer Zeit der Mitarbeiterführung widmen. Und diesen Anteil absolut in Ordnung empfinden, wenn nicht sogar als „zu viel“. So eine Einstellung kann ich absolut nicht empfehlen.

Führungskräfte mit Mitarbeiterverantwortung sollten den Großteil ihrer Zeit für Führungsaufgaben verwenden, mindestens 60 Prozent, besser mehr.
In der Regel ernte ich dann ein großes Unverständnis und Fragen, wie soll das machbar sein? Sicher, bei der Flut an Aufgaben, die es oftmals zu bewältigen gibt, ist das nicht immer von heute auf morgen umsetzbar. Aber der erste Schritt ist, dies zu verstehen.
Die Risiken, wenn du es einfach weiter „laufen“ lässt
Kommt dir das bekannt vor?
- Dein Team wird stiller
- Besprechungen fühlen sich mehr und mehr zäh an
- Krankmeldungen häufen sich
- Die Stimmung ist nicht mehr so gelöst
- Es kündigt ein erster Mitarbeitender
Du machst dir keine Sorgen. Denn Menschen möchten sich beruflich verändern, das gehört dazu.
Du stellst einen neuen Mitarbeitenden ein. Oder du verteilst die Aufgaben um.
Kein Problem denkst du, das läuft schon. Tut es erstmal auch.
Aber irgendwie läuft es nicht wirklich gut, beziehungsweise die Stimmung wird auch nicht besser.
Jürgen Wirobski kennt das nur allzu gut. Er weiß, was mit einem Unternehmen passieren kann, wenn Signale und Hinweise nicht rechtzeitig erkannt werden.
Zeit für einen Workshop, ein Mitarbeiterevent, oder Ähnliches
Du bemühst dich um (neuen) Teamgeist, vielleicht organisierst du ein Treffen außerhalb der täglichen Arbeitsroutine. Neue Mitarbeitende sollen sich gut integrieren, das Team soll (wieder) zueinanderfinden. Gegebenenfalls organisierst du einen Teamworkshop, teilst Aufgaben neu auf, ihr gebt euch gegenseitig Feedback.
Du denkst das wird schon, jetzt ist wieder „alles gut“.
Doch der hohe Workload ist weiterhin da, die Zeit für „Führung“ fehlt. Und die Stimmung im Team wird nicht besser. Vielleicht geht auch ein weiterer Mitarbeitender und die Problematik der Nachbesetzung tritt wieder auf. Eine weitere Belastung für dich als Führungskraft und das Team.
Ich habe jetzt Wichtigeres zu tun
Du musst funktionieren. Du bist schließlich verantwortlich. Für deine Abteilung.
Und spätestens hier läuft alles aus dem Ruder. Leider erlebe ich das immer wieder. Nun geht oft Alles schief, was noch schieflaufen kann. Die ohnehin wenige Zeit für Führungsaufgaben, wird jetzt auch noch gekürzt. Dafür bleibt jetzt definitiv keine Zeit, denkst du.
Was für eine fatale Prioritätensetzung. Führung ist jetzt das Allerwichtigste.
Ursachen für Demotivation erkennen und stoppen
Du arbeitest fast wie eine Ertrinkende gegen die Wirkung an, anstatt die Ursache zu erkennen.
Demotivation ist hier das Stichwort. Erkenne, womit du deine Mitarbeitenden demotivierst, und suche die Ursachen nicht im Außen. Es ist so leicht, deine Mitarbeitenden zu demotivieren.
Unbewusste Äußerungen, deren Wirkung dir vielleicht gar nicht bewusst sind, haben fatale Auswirkungen. Deine Aufgabe als Führungskraft ist deine Mitarbeitenden motivierend zu führen, damit diese ihre Aufgaben mit Freude wahrnehmen zu können. Ansonsten droht Abwanderung.
Die wahre Kunst der Mitarbeiterführung beginnt damit, deine Mitarbeitenden nicht zu demotivieren.
Arbeite an dir!
Schaue hin und ändere dein Verhalten. Schalte die Demotivatoren aus, was in der Regel leichter gesagt ist als getan. Oftmals stecken lange erlernte Verhaltensmuster hinter deinem Verhalten.
Und Veränderung erfordert Mut. Aber es lohnt sich!
Gegebenenfalls kann aber auch die Erkenntnis reifen, dass deine Stärken auf einem anderen Gebiet liegen. Sich dies einzugestehen, erfordert ebenfalls Mut.
Aber so eine Entscheidung könnte Erleichterung verschaffen und neue Perspektiven mit neuen Freiheiten eröffnen.
Wenn du mehr wissen möchtest, dann kontaktiere mich und vereinbare ein kostenloses Erstgespräch!

Über mich:
Beatrix Plueschke – Inhaberin Beatrix-Consulting | Performance Experten | Personalerin | Spezialistin für Persönlichkeitsentwicklung und berufliche Neuorientierung.
Entdecke deine Möglichkeiten – du hast mehr, als du denkst!


